Red & Blue oder auch Red/Blue steht synonym für die Bauhaus-Tischlampe wie den Armlehnstuhl des belgischen Künstlers Gerrit Rietveld. Natürlich sind auch sein Naturholzstuhl Zig Zac und der Beistelltisch mit dem Namen Schröder den Kennern vertraute Insignien seines Schaffens und noch heute zeitlose Möbel. Gerrit Rietveld wurde in Utrecht als Sohn eines Möbelschreiners geboren. Mit elf Jahren begann er, in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten. 1911 machte er sich als Schreiner selbständig und besuchte Kurse in Bauzeichnen bei P.J.C. Klaarhamer. Von 1917 bis 1918 entwarf er den Rot-Blau-Stuhl und wurde 1919 eines der ersten Mitglieder der De-Stijl-Bewegung. Sein berühmter Stuhlentwurf wurde zum ersten Mal in der Zeitschrift ´De Stijl´ veröffentlicht und in die Bauhaus-Ausstellung von 1923 aufgenommen. Zu Rietvelds wichtigsten Architekturaufträgen gehörte das Schröder-Haus (1924). 1927 machte er experimentelle Möbelentwürfe aus Spanplatten und Sperrholz. Während der Depression entwarf er Möbel aus Lattenkistenelementen, um den Bedarfan Niedrigpreisprodukten zu decken. Mit seinem letzten Entwurf, dem Steltman-Stuhl von 1963, kehrte er zu Massivholzelementen und zum geometrischen Formalismus zurück.